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  Meldung: 9. Juli 2020

 


Dachdämmung für Steildächer: Tipps vom Dachdeckermeister

Es gibt drei unterschiedliche Arten, um Steildächer zu dämmen. Geschäftsführer sowie Dachdecker- und Spenglermeister Sebastian Weigel erläutert die Unterschiede.


„Grundsätzlich gibt es bei Steildächern drei Arten der Dachdämmung“, erklärt Geschäftsführer, Dachdecker- und Spenglermeister Sebastian Weigel. „Die Aufsparrendämmung, das ist der Mercedes unter den dreien, die Zwischensparrendämmung und die Kombination aus Zwischen- und Untersparrendämmung.“ Der Geschäftsführer des Bamberger Dachdeckerunternehmens Weigel-Schrüffer GmbH erläutert die Vor- und Nachteile.

Energiekosten senken: Das ist der Hauptgrund, warum sich eine Erneuerung der Dachdämmung lohnt. „Einen weiteren, wenn auch nicht ganz freiwilligen Grund, liefert die Energieeinsparverordnung der Bundesregierung, kurz EnEV“, sagt Sebastian Weigel. Seit 2002 ist diese Verordnung in Kraft. Darin ist geregelt, dass bei einem Eigentümerwechsel auch eine Nachrüstung erfolgen müsse, um den Vorschriften zu entsprechen. „Sie greift auch dann, wenn zum Beispiel mehr als 10 Prozent der Dachfläche erneuert werden.“

Die Aufsparrendämmung: Platzsparend mit hoher Energieeffizienz

Sie bringt die höchste Energieeffizienz und sie ist platzsparend: Die Aufsparrendämmung. „Die Dachisolierung wird bei der Aufsparrendämmung oberhalb der Holzkonstruktion des Dachstuhls angebracht, direkt zwischen den Sparren und der Eindeckung“, sagt Sebastian Weigel. Auf diese Weise entstehe eine komplett geschlossene Dachisolierung. Ein weiterer Vorteil ist ein ästhetischer: „Ich kann die Dachbalken meines Dachstuhls offen liegen haben und sie als Element der Raumgestaltung wirken lassen.“ Diese Art der Dämmung wirke sich auch nicht auf die Wohnfläche aus. „Das Dach wächst nach außen.“

„Den genannten Vorteilen stehen natürlich auch Nachteile gegenüber“, weiß der Dachdecker- und Spenglermeister. Die Methode sei kostenintensiver. „Das kann sich aber wieder amortisieren, je nachdem, wie sich die Energiekosten entwickeln.“ Außerdem müsse dafür das Dach neu gedackt werden. „Das bedeutet, die Methode lohnt sich nur bei einer Neueindeckung, etwa im Rahmen einer Sanierung oder eines Neubaus.“ Schließlich gebe es in einzelnen Fällen auch bürokratische Hürden. „Denn ändert sich durch die Aufsparrendämmung die Giebelhöhe des Daches, muss die Baumaßnahme gegebenenfalls behördlich genehmigt werden.“

Die Zwischensparrendämmung: Leicht nachrüstbar

Die Zwischensparrendämmung wird zwischen den Dachbalken, den Sparren, angebracht. Die Dachbalken selbst bleiben dabei ungedämmt. „Das kann dazu führen, dass ich Wärmebrücken bekomme und die Maßnahme allein nicht ausreicht, um den Vorgaben der EnEV zu genügen. Wenn beispielsweise der U-Wert zu hoch ist.“ Dieser Wert beschreibt den zu erwartenden Energieverlust und sollte so niedrig wie möglich sein. „Erlaubt sind höchstens 0,24 W/(m2K). Um diese Vorgabe jedoch zu erreichen, benötige ich erfahrungsgemäß eine Dämmschicht von mindestens 20 Zentimetern“, sagt Sebastian Weigel.

Die Untersparrendämmung ergänzt die Zwischensparrendämmung ideal

Die Kombination der Zwischensparrendämmung mit einer Untersparrendämmung könne ebenfalls den U-Wert absenken und werde daher häufig eingesetzt. „Durch eine vergleichsweise dünne Dämmschicht lassen sich Wärmebrücken wirkungsvoll beseitigen“, so Sebastian Weigel. „Doch egal für welche Methode sich die Eigentümer auch entscheiden: Mit unserer jahrelangen Erfahrung, einem großen Team und den richtigen Maschinen, stellen wir uns gerne jeder Aufgabe in der Praxis.“